WPC Terrassen verlegen

Die Terrassendielen sind gekauft, jetzt kann es also losgehen. Die gute Nachricht, du kannst deine WPC Terrassendielen auch selbst verlegen. Du musst kein Profi sein aber ein bisschen handwerkliches Geschick wäre schon vorteilhaft. Du kannst dich hier schon mal Informieren, wie genau du vorgehen musst.  

WPC-Terrassendielen richtig verlegen! 

Je nach Terrassengröße kann das Bauen deiner WPC Terrasse einige Tage in Anspruch nehmen. Ich würde dir auch raten die Arbeit nicht allein zu meistern. Klar würdest du das auch schaffen aber mit ein bis zwei Helfern geht es einfach leichter und auch schneller von der Hand. 

Hier mal ein grober Ablaufplan:  

  1. Also zu Beginn solltest du dir auf jeden Fall einen genauen Plan von allen anstehenden Arbeiten machen. 
  2. Dann wird der Untergrund ausgehoben. 
  3. Anschließen müssen die Randsteine gesetzt werden.
  4. Danach kann die Unterkonstruktion verlegt werden.
  5. Und zu guter letzte die WPC Dielen montiert werden.

Du brauchst: 

  • Bleistift & Block
  • 90 Grad Winkel
  • Schnurr & Absperrbandhalter o.ä.
  • Randsteine
  • Unkrautvlies
  • Terrassenplatten
  • WPC Unterkonstruktion
  • WPC Dielen
  • Seitenabschlussprofile

1. Planung und Vorbereitung

Bevor du mit deiner Arbeit startest, lagere deine Terrassendielen verpackt, horizontal, trocken, gut belüftet und geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Wenn du direkt mit dem Verlegen der Dielen beginnen kannst ist es natürlich nicht nötig. Beim Verlegen der Dielen achte darauf, dass es trocken und nicht zu kalt ist. Frost oder extremer Hitze sind auch nicht gut. 

So jetzt kann es losgehen: Zu allererst solltest du die Fläche ausmessen, auf der du deine Terrasse bauen möchtest. Nimm dir Block und Bleistift. Mach dir eine Skizze und notiere dir die genauen Maße deiner zukünftigen Terrasse. Als nächstes spannst du deine gewünschte Fläche mit einer Schnurr ab. Dazu die Eckpunkte mit Absperrbandhaltern oder ähnlichem markieren. An den Pfeilern kannst du nun die Schnurr befestigen. Achte darauf das die Ecken einen rechten Winkel haben. Nimm dazu ein Winkelmaß.  

Die Terrasse wird in mehreren Schichten aufgebaut: 

  • Für den äußeren Rahmen deiner Terrasse werden die Randsteine verlegt.
  • Als erste Schicht kommt mindestens 20 cm Schotter oder ein anderes Frostschutzmaterial.
  • Dann brauchst du circa 4 cm Splitt. Darauf kommt eine Schicht Unkrautvlies.
  • Anschließend folgen die circa 4 cm Terrassenplatten.
  • Gefolgt von den circa 3 cm- Unterlegpads, der Unterkonstruktion und den WPC Dielen. 
     

2. Untergrund vorbereiten

Zunächst musst du den Boden, mit dem Sparten, auf die gewünschte Tiefe ausheben. Ist diese schweißtreibende Arbeit erledigt, füll das Loch mit Schotter oder einem anderen Frostschutzmaterial deiner Wahl. Um deine Hauswand zu schützen, lege eine Noppenfolie davor. Vergiss nicht den Schotter immer wieder gut zu verdichten. Die Fläche muss richtig fest sein. Arbeite dich dabei Schicht für Schicht vor.  

3. Randsteine setzen

Bist du mit dem Untergrund fertig und zufrieden, kommen nun die Randsteine. Dazu zeichne mit einem Bleistift an deiner Hauswand die Endhöhe deiner Terrasse ein. Dann musst die Absperrbandhalter entsprechend versetzen. Jetzt die Schurr auf die Höhe deiner zuvor angezeichneten Linie bringen. Plane deine Terrasse unbedingt mit Gefälle, damit Regenwasser abfließen kann. Berechne das mit 2 Prozent, also 2 cm pro laufenden Meter

Um die Randsteine zu setzen, brauchst du Beton. Als Erstes musst du circa 5 cm Beton auf den Boden geben und dann den Randstein raufsetzen. Orientiere dich, bei der Ausrichtung deiner Randsteine, an der gespannten Schnur. Wenn du fertig bist, lasse den Mörtel aushärten. Am nächsten Tag kann es dann weitergehen. Jetzt kannst du den Boden für die Rasenfläche wieder anpassen. 

 4. Unterkonstruktion verlegen

Spann dir zunächst eine Schnur über die Randsteine. So kannst du die Höhe überall messen. Nun muss Splitt aufgetragen werden. Hier solltest du ganz genau arbeiten. Gefälle und Höhe müssen am Ende stimmen. Du kannst zum Beispiel eine Richtplatte verwenden. So kannst du den Splitt ganz eben abziehen und verteilen. Anschließend kannst du das Unkrautfließ auf der Fläche verteilen. Dabei achte darauf, dass sich die einzelnen Bahnen etwas Überlappen. 

Jetzt können die Terrassenplatten verlegt werden. Diese müssen gleichmäßig ausgerichtet sein. Am einfachsten ist es, wenn du am Rand beginnst und dich nach innen vorarbeitest. Beachte das ein Abstand von circa 1,5 cm zu den Randsteinen eingehalten werden muss. Jetzt kannst du die Unterkonstruktion befestigen. Diese läuft quer zu den Dielen. Denke auch hier an den Abstand zu Randstein und Hauswand. Der Abstand zwischen den Unterkonstruktionsbalken variiert zwischen den Herstellern. Da wo zwei WPC Dielen stirnseitig zusammenstoßen, brauchst du auch zwei Unterkonstruktionen. Stoßen zwei Unterkonstruktionen stirnseitig aneinander, muss auch hier ein zweites Paar eingeplant werden.  

TIPP: Damit sich kein keine Regenwasser sammeln kann, bohre im Abstand von circa einem halben Meter Löcher in deine Unterkonstruktion.  

5. WPC-Dielen verlegen

Ist das geschafft, kannst du die Profilleisten verlegen. Hier gibt es Unter- und Oberseite. An die Stirnseiten werden U-Profile platziert. Achte auch hier wieder auf die nötigen 1,5 cm Platz zum Randstein.  

Jetzt kannst du die erste Diele zuschneiden und verlegen. Unbedingt auf den Pfeil mit der Verlegerichtung achten. Die Dielen müssen alle vom Haus weg liegen. Zwischen Diele und Profil fädelst du noch eine Dichtschnur ein. Die sorgt noch mal für den nötigen Abstand. Ist die erste Diele verlegt, kannst du die Zweite entsprechend zuschneiden und verlegen. Anschließend Oberteile der Seitenabschlussprofile auf die Unterteile setzen. Die Terrassendielen befestigst du mit den zugehörigen Clips auf der Unterkonstruktion. Stecke die Halteclips auf und schlage sie vorsichtig fest. Und so geht es mit dem Rest deiner Terrassendielen weiter. Achte immer auf dein Verlegemuster!